Preise bei Wohnimmobilien steigen wieder – Experten rechnen mit starkem Immobilienjahr 2026

Bis vor einigen Jahren kannte der deutsche Immobilienmarkt scheinbar nur eine Richtung: Über ein gutes Jahrzehnt hinweg stiegen die Preise nicht nur kontinuierlich, sondern größtenteils auch rasant. Dieser langjährige Aufwärtstrend fand Mitte des Jahres 2022 sein Ende: Von 2022 bis 2024 sorgten vor allem steigende Zinsen und eine zurückhaltende Nachfrage für spürbare Preisrückgänge, die viele einen Immobilien-Crash befürchten ließen. Doch nachdem die durchschnittlichen Immobilienpreise zwischen Anfang 2022 und Mitte 2024 um rund 13 Prozent gesunken waren, hat der deutsche Immobilienmarkt nunmehr scheinbar die Wende geschafft: 2025 sind die Preise wieder gestiegen, wenn auch moderat. Die DSS Vermögensverwaltung wirft einen Blick auf die aktuellen Zahlen.

Vierte Preiserholung in Folge

Die Abschwungphase am deutschen Wohnimmobilienmarkt scheint vorbei: Nach den Herausforderungen der letzten Jahre geht der Trend bei den Preisen bereits seit einiger Zeit wieder nach oben. Dem jüngsten Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts zufolge haben die Preise für Wohneigentum im dritten Quartal 2025 im Schnitt um 3,3 Prozent gegenüber dem 3. Quartal 2024 angezogen. Damit stiegen die Wohnimmobilienpreise im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresquartal zum vierten Mal in Folge. Dabei erstreckten sich die Preisanstiege über alle Regionen Deutschlands, sowohl auf (Groß-)Städte als auch auf ländliche Gebiete. Auch über einen kürzeren Zeitraum betrachtet zeigte sich eine Verteuerung: Im dritten Quartal 2025 kosteten Wohnungen und Häuser durchschnittlich 1,0 Prozent mehr als im Quartal zuvor.

Die Trendwende setzte zum Jahresende 2024 ein: Im letzten Quartal des Jahres legten die Preise um 1,9 Prozent zu. Dieser Aufwärtstrend verstärkte sich 2025 weiter: Im ersten Quartal lagen die Werte 3,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, im zweiten Quartal folgte ein weiterer Anstieg um 3,1 Prozent. Damit hebt sich die Entwicklung deutlich vom Gesamtjahr 2024 ab, in dem Wohnimmobilienpreise im Schnitt Rückgänge von 1,5 Prozent verzeichneten.

Ausblick für 2026

Auch für 2026 rechnen Experten mit einer Fortsetzung der Erholung am Immobilienmarkt, und das auf globaler Ebene. Das internationale Immobilienberatungsunternehmen Savills beispielsweise geht von einem Anstieg des weltweiten Immobilien-Investitionsvolumens auf mehr als eine Billion US-Dollar aus. Das entspräche einem Plus von rund 15 Prozent gegenüber 2025 und dem ersten Sprung über diese Marke seit 2022.

Als besonders dynamisch wird im „Savills World Research 2026“ der Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika eingeschätzt: In der EMEA-Region rechnet man mit einem Plus von 22 Prozent und damit dem stärksten Wachstum aller Immobilienmärkte weltweit. Nordamerika hingegen dürfte trotz einer geringeren Wachstumsrate von 15 Prozent auch 2026 der größte Einzelmarkt bleiben. Etwa ein Viertel des weltweiten Investitionsvolumens wird voraussichtlich in den Büroimmobiliensektor fließen, der Savills zufolge seinen Anteil 2026 weiter ausbauen wird. Wohnimmobilien hingegen dürften der Prognose entsprechend 30 Prozent der globalen Immobilieninvestitionen ausmachen.

Immobilien als Sachwertinvestment

Immobilien sehen laut Expertenmeinungen also einem starken Jahr entgegen. Grundsätzlich halten Marktbeobachter wie die Partner der DSS Vermögensverwaltung Sachwerte wie Immobilien über alle Phasen hinweg für solide Investments, da sie einen realen Gegenwert bieten, langfristig Wertstabilität unterstützen und im Vergleich beispielsweise zu geldwerten Anlagen häufig als gewisser Schutz vor Inflation dienen können. Zudem können sie – je nach Lage, Objektqualität und Marktsituation – sowohl über laufende Mieteinnahmen als auch über Wertsteigerungspotenzial zur Vermögensbildung beitragen.