Goldpreis reißt ein Allzeithoch nach dem anderen – 5.000-Dollar-Marke schon im Januar gefallen

Über die vergangenen Wochen und Monate hat Gold eine Dynamik von historischem Ausmaß entwickelt. Der jüngste Rekord Ende Januar überraschte selbst langjährige Beobachter und katapultierte das Edelmetall geradezu in ein neues Zeitalter: Am 26. Januar 2026 sprang der Preis zum ersten Mal in der Geschichte über 5.000 US-Dollar je Feinunze und markierte kurzfristig sogar ein Hoch um die 5.110 US-Dollar. Damit setzt sich eine Preisrallye fort, die bereits im vergangenen Jahr außergewöhnliche Stärke bewiesen hatte: 2025 legte das Edelmetall auf Basis des Dollarkurses um insgesamt 64 Prozent zu. Wie stark Gold bereits in den ersten Wochen in das neue Jahr gestartet ist, zeigt die Zwölf-Monats-Bilanz Ende Januar: Zwischen dem 27. Januar 2025 und dem 27. Januar 2026 erlebte Gold ein Plus von nicht weniger als 83 Prozent. Die DSS Vermögensverwaltung möchte im Folgenden einen Blick auf die Hintergründe der Goldpreisrallye werfen.

Die Antriebskräfte hinter dem Aufwärtstrend

Warum erfährt Gold gerade jetzt einen derartigen Aufschwung? Der wichtigste Treiber ist wieder einmal die klassische Rolle des Edelmetalls als „sicherer Anlagehafen“. In Phasen, in denen Investoren politische Risiken, Handelskonflikte oder starke Marktbewegungen befürchten, fließt Kapital häufig in Anlagen, die als werthaltig und sicher gelten. Genau dieses Muster hat in den letzten Wochen zugunsten von Gold gewirkt: Vor allem Sorgen rund um politische Entwicklungen in den USA haben dem Edelmetall zuletzt geradezu Flügel verliehen: Trumps Zolldrohungen gegenüber wechselnden Handelspartnern sorgten für enorme Verunsicherung, auch innenpolitisch rumorte es in der größten Volkswirtschaft der Welt, sodass ein erneuter Government Shutdown befürchtet wurde. So haben sich die Vereinigten Staaten in einem ohnehin durch eine erhöhte geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit geprägten Umfeld als wichtige Antriebskraft hinter dem Goldpreis erwiesen.

Steigende Staatsverschuldung treibt Anleger in Goldinvestments

Ein zunehmend wichtiger Faktor für die Goldpreisentwicklung ist zudem die rasant wachsende Staatsverschuldung in zahlreichen Industrieländern. Immer mehr Anleger betrachten hohe Schuldenstände als potenziellen Nährboden für eine schleichende Geldentwertung. Aus dieser Perspektive heraus dient Gold insbesondere Investoren mit langem Anlagehorizont als Instrument für die Absicherung ihres Vermögens und seiner Kaufkraft.

Zentralbanken kurbeln Nachfrage weiter an

Ein dritter Baustein, der seit geraumer Zeit als stabile Säule der Goldnachfrage wirkt, sind Zentralbankkäufe, vor allem aus Schwellenländen. Daten des World Gold Council zeigen eine anhaltende Kaufdynamik vonseiten der Notenwächter, mit Nettokäufen in Höhe von 45 Tonnen im vergangenen November und einer Gesamtjahresmenge von 297 Tonnen bis zu diesem Zeitpunkt. Die Besonderheit von Zentralbankkäufen liegt in ihrer Beständigkeit, da diese Nachfrage in der Regel weniger kurzlebig ist als die von spekulativen Anlegern.

Gold bleibt kluge Beimischung in einem diversifizierten Depot

Vor dem Hintergrund der jüngsten Preisentwicklung hat sich Gold für viele Anleger in den vergangenen Monaten nicht nur als Absicherung, sondern als ein starkes Investment erwiesen. Doch heißt dies keineswegs, dass es eine „sichere Wette“ ist, auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends zu setzen. Während einige Experten wie beispielsweise die Analysten von Goldman Sachs bis Ende des Jahres mit einem Anstieg auf 5.400 US-Dollar je Feinunze rechnen, gibt es auch Skeptiker, die nach der jüngsten Rekordjagd eine Phase der Konsolidierung erwarten. Deshalb raten die Partner der DSS Vermögensverwaltung dazu, auch nach dem starken Lauf der letzten Monate die Größe der Goldposition realistisch zu betrachten und das Edelmetall weiterhin schwerpunktmäßig als Beimischung und Diversifikationsbaustein zu nutzen.